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Gepostet am 11. Feb 2013

Telefónica o2 gelingt Handover für VoLTE

Während die Sprachübertragung mittels LTE, auch als VoLTE bezeichnet, innerhalb der LTE-Netze schon seit Längerem funktioniert, stellte bisher der nahtlose Übergang von Telefongesprächen vom LTE-Netz zu einem mit dem UMTS- beziehungsweise GSM-Standard arbeitenden Netz eine nicht zu akzeptierende Schwachstelle dar.

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Beim bisher erforderlichen Verlassen des LTE-Netzes und den anschließenden Wechsel auf UMTS oder GSM wurde die laufende IP-Verbindung zeitweise unterbrochen und die Kapazität des Akkus zusätzlich beansprucht. Nun ist es Telefónica o2 weltweit zum ersten Mal gelungen, den als „Handover“ bezeichneten nahtlosen Übergang von LTE-Netz zu einem UMTS-Netz unter Realbedingungen zu sichern.

SRVCC-Standard erfolgreich erprobt

Mittels des als Single Radio Voice Call Continuity (SRVCC) bezeichneten Umschaltmechanismus, bei dem zu einer bestimmten Zeit jeweils nur ein Funknetzwerk aktiviert ist, konnte Telefónica mit Komponenten verschiedener Lieferanten den Nachweis erbringen, dass Handover für VoLTE erfolgreich realisierbar ist. Dabei wird die Sprachübertragung weniger als 300 Millisekunden unterbrochen, was im Normalfall während eines Telefonats nicht bemerkt werden kann.

Der erfolgreich verlaufene Versuch wird aller Voraussicht nach auf dem Ende Februar stattfindenden Mobile World Congress in Barcelona einer breiten Fachwelt demonstriert. Damit ist abzusehen, dass Handover für VoLTE noch in diesem Jahr in die Praxis des Mobilfunks eingeführt werden kann. Damit sind kürzere Zeiten für den Rufaufbau, eine Gesprächsführung ohne merkliche Unterbrechung und längere Akkulaufzeiten zu erwarten.

Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass die bisher auf dem Markt befindlichen LTE-fähigen Smartphones diese Handover-Funktion nicht bieten können. Ein entsprechendes Aufrüsten dürfte ebenfalls nicht sinnvoll sein. So müssen die Nutzer nun erst auf die entsprechend ausgerüsteten Modelle warten, um von der neuen VoLTE-Technik profitieren zu können.

Immerhin hat Telefónica mit dem Einsatz von Endgeräten und Netzelementen verschiedenster Hersteller wie Qualcomm, Ericsson, NokiaSiemensNetwork, Huwei oder Sony Mobile dafür bereits recht günstige Ausgangspositionen geschaffen.