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Gepostet am 31. Mai 2013

Beispielgebendes LTE-Netz von Orange

Das in der Schweiz tätige Telekommunikationsunternehmen Orange könnte mit dem Start seines LTE-Netzes eine beispielgebende Wirkung auch auf Mobilfunkanbieter in anderen Ländern Europas ausüben.

Orange bietet bereits ab dem Start seines LTE-Netzes all seinen Kunden kostenfrei an und dehnt dieses Angebot selbst auf die PrePaid-Dienste aus. Bereits kurz nach dem Start erreicht Orange ein gutes Drittel der eidgenössischen Bevölkerung. Dabei besteht das erklärte Ziel, diese Abdeckung bis zum Jahresende auf 70 Prozent auszuweiten.

Werden gegenwärtig als theoretischer Maximalwert für die Geschwindigkeit der Funkverbindungen mittels LTE 100 Mbit/s angegeben, so ist schon eine schrittweise Anhebung derselben auf 150 Mbit/s angekündigt.
Das dafür erforderliche Investitions-Budget soll im zweiten Halbjahr 2013 um 25 Prozent auf rund 80 Millionen Euro erhöht werden.

Orange folgt so mit großen Schritten dem bisherigen Anbieter von LTE in der Schweiz, dem Unternehmen Swisscom. Letzteres bietet sein LTE-Netz seit November 2012 zur Nutzung an, erreicht damit gegenwärtig etwa 50 Prozent der Bevölkerung und hat kurz vor Orange die Erhöhung der in seinem Netz erreichbaren maximalen Geschwindigkeit auf ebenfalls 150 Mbit/s bekannt gegeben.

Orange bietet seine schnellstmögliche Datenübertragungsrate nun automatisch, ohne Zusatzkosten und ohne Abo-Zwang an. Neben der innerhalb des nächsten Monats zu erwartenden PrePaid-Variante des LTE können neben den Neukunden auch alle Bestandskunden auf LTE zugreifen.

Zusätzlich bietet das Unternehmen seinen Kunden – unabhängig von der verbleibenden Vertragslaufzeit – im Rahmen seines Priority-VIP-Dienstes an, einen Tausch des alten Mobiltelefons gegen ein neues, LTE-fähiges Gerät vorzunehmen.

Werden dann noch die äußerst kostengünstigen Tarife von Orange, wie beispielsweise der Tarif „Orange Me“ für etwa 12 Euro im Monat mit einer derzeitigen Maximalgeschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/s berücksichtigt, dann keimt die Hoffnung auf, dass Deutschlands Mobilfunkanbieter sich vielleicht doch bald einmal wenigstens ein paar kleine Schritte an die in der Schweiz praktizierte Praxis annähern könnten.