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Gepostet on 17. Jul 2012

E-Plus betrachtet LTE weiterhin als nicht ausgereift

Der Netzbetreiber E-Plus hält weiterhin an seinem bereits bekannten Standpunkt fest, dass LTE für den „Massenmarkt“ noch nicht ausgereift ist. Eine dafür wichtige Begründung sieht E-Plus in der Tatsache, dass sowohl die Telekom als auch Vodafone und o2 gegenwärtig von der Bereitstellung angekündigter nutzbarer Download-Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s noch ein ganzes Stück entfernt sind.

Derzeitige Aktivitäten von E-Plus

LTE-Antenne der Telekom, Quelle: telekom.com

Trotz seiner vertretenen Meinung zum Entwicklungs- und Anwendungsstand von LTE bleibt E-Plus auf diesem Gebiet nicht untätig. So testet das Unternehmen zur Zeit die Nutzbarkeit der Frequenzbereiche im 1800, 2100 und 2600 MHz-Bereich. Daneben betreibt E-Plus im sächsischen Chemnitz neben dem LTE-Testbetrieb ein eigenes LTE Kunden-Labor, in dem die aus dem Testbetrieb hervorgehenden Bedürfnisse der Kunden analysiert werden und anschließend bei der weiteren Entwicklungsarbeit berücksichtigt werden können.

Außerdem hat der Düsseldorfer Netzbetreiber bereits im April dieses Jahres einen Antrag an die Bundesnetzagentur gestellt, künftig das Frequenzspektrum im 1800 M;Hz-Bereich für LTE-Dienste nutzen zu können. Frequenzen in diesem Bereich darf E-Plus bisher seit 1994 ausschließlich für seine GSM-Dienste nutzen. Ab diesem Monat darf E-Plus entsprechend seiner Antragstellung diesen Frequenzbereich nun auch für HSPA- und LTE-Dienste nutzen.

Zukünftige Frequenznutzung

Während E-Plus bereits seit Ende 2011 die Genehmigung der Bundesnetzagentur zur Nutzung des 900 MHz-Spektrums für seine UMTS- und HSPA+-Dienste hat und diese auch entsprechend wahrnimmt, hält sich der Anbieter bisher mit konkreten Äußerungen zum weiteren Umgang mit dem erteilten LTE-Nutzungsrecht im 1800 MHz-Band zurück.

Dies geschieht sicher auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass zum Ende des Jahres 2016 die Vergaberechte für dieses Frequenzband auslaufen und somit eventuell dafür geplante Investitionen auf einer unsicheren Grundlage erfolgen würden.